Fußwallfahrt Arpe – Werl
vom 04. – 06. Juli 2008
Reisebericht
Am Freitag, dem 04. Juli, begann um 10.45 Uhr die diesjährige Fußwallfahrt mit dem Pilgeramt in der St. Antonius Kirche in Arpe. In seiner sehr persönlichen Ansprache zeigte sich Pastor Schwenke beeindruckt von den Strapazen, welche die Pilger auf sich nehmen. Er wünschte allen Teilnehmern einen guten und sicheren Weg sowie einen harmonischen Verlauf, verbunden mit der Bitte, die Anliegen der daheim Gebliebenen mit nach Werl zu nehmen.
Nach dem Gottesdienst führte der Weg der insgesamt 26 Pilgerinnen und Pilger nunmehr erstmals zu dem neu errichteten Bildstock auf dem Silberg. Dort wurde bei Glockengeläut vom Hof Schauerte (Keppel) der Angelus gebetet und die Mutter Gottes um Schutz ersucht.
Unterwegs
Begleitet von drei eifrigen Helferinnen und Helfern des Malteser Hilfsdienstes aus Oedingen führte der Weg bei herrlichem Wanderwetter weiter über Landenbeck und Bockheim nach Kückelheim (Eslohe), wo gerastet wurde. Weiter über Obersalwey verläuft der Weg nach Meinkenbracht, wo uns Familie Eickhoff auf ihrem Bauerhof mit Kaffee und Erdbeerkuchen verwöhnte. Als Geschenk zum 25jährigen Jubiläum überreichte Frau Eickhoff eine selbst gebastelte Kerze. Dem Weg über Linneper Hütte und Linnepe folgend erreichten wir um 18.20 Uhr Westenfeld.
In der St. Agatha Kirche, deren Glocken zum Einzug läuteten, wurden die Pilger von Britta Kaiser, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, und Herrn Pastor Spannenkrebs empfangen, der mit einer Andacht den ersten Reisetag beendete.
Anschließend mundete das Abendessen im Gasthof Funke. Mit dem Sektempfang überraschte Familie Funke die Pilger ganz besonders. Bei der anschließenden Übernachtung zeigten sich die Westenfelder Gastfamilien wie jedes Jahr sehr hilfsbereit und gastfreundlich.
In aller der Früh!
Nach einer kurzen Nacht und gemeinschaftlichem Frühstück führte der Weg die Pilger am Samstagmorgen in aller Früh um 06.00 Uhr von Westenfeld durch den Arnsberger Wald weiter nach Wennigloh, wo wir um 08.00 Uhr mit offenen Kirchentüren und Glockengeläut in der St. Franziskus-Xaverius Kirche empfangen wurde. Familie Richter stand in ihrer gewohnt hilfsbereiten Art den Pilgern zur Seite. Der Weg führte anschließend weiter hinunter zum Ruhrufer Richtung Hüsten. Bei dem Marsch durch die Wälder entlang der Ruhr ist es den Pilgern seit Jahren ein besonderes Bedürfnis, die Stille des Waldes für die eigenen Gedanken und zur Besinnung zu nutzen. Der 45minütige „Schweigemarsch“ der Pilgergruppe ist ein ganz besonderes Erlebnis. Gegen 10.30 Uhr wurde die St. Petri Kirche in Hüsten erreicht. Nach einer kurzen Andachtstunde dort versorgte Familie Sandermann die Gruppe mit einem leckeren Mittagessen und allem sonst Notwendigen. Eine Stunde Pause, um sichfür den Rest des Weges zu stärken und vorzubereiten. Die persönlichen Grüße von Vikar Stefan Siebert waren auch in diesem Jahr ein wenig Balsam für den strapazierten Körper. Allerdings klang in seinen Worten Wehmut, weil er die Kirchengemeinde in Richtung Netphen verlassen wird.
Pausengespräche
Nach der ausgiebigen Mittagspause im Jugendheim der St. Petri Kirche in Hüsten führte ein schier endloser Weg entlang der Ruhr; vorbei an Neheim über den „Totenberg“ nach Lüttringen.
Nach einer weiteren kurzen Pause im Fürstenberger Wald ging es durch die offenen Felder hinauf zum Haarstrang, der auf seinem Scheitelpunkt erstmals den Blick auf Werl und die Türme der Wallfahrtskirche freigab. Auf der Blumenthaler Haar wurde die Gruppe auch in diesem Jahr auf dem Hof Rüsse mit Tee und frisch gebackenem Kuchen liebevoll versorgt. Das letzte Stück der Strecke führt dann geradeaus auf die Basilika in Werl zu, wo die Pilger punkt 16.00 Uhr eintrafen und von vielen Angehörigen und Gemeindemitgliedern, die mit dem Bus oder Pkw angereist waren, erwartet wurden.
Ankunft in Werl
Neben den wohltuenden Worten von Pater Ralf bildete besonders das von Tenor Ralf Schmidt aus Arpe gesungene „Ave Maria“ einen Höhepunkt der ergreifenden Begrüßungsandacht.
Anschließend quartierten sich viele Pilger im Jugendheim der benachbarten St. Walburga Kirchengemeinde ein, wo die Hausmeisterin Frau Ferber wie gewohnt alles hergerichtet hatte. Die offizielle Begrüßungsandacht um 18.00 Uhr, die Lichterprozession um 22.00 Uhr sowie die Stadtprozession um Sonntagmorgen um 07.00 Uhr luden die Pilger zur Teilnahme ein. Der feierliche Festgottesdienst im Klostergarten wurde von Bischof Algermissen aus Fulda gehalten.
Im Rahmen der Abschlussandacht gab es für die Arper Pilgergruppe noch eine Überraschung: Hiltrud Flaeper, Arpe, und Norbert Baust, Sallinghausen, wurden von Pater Ralf Preker mit der silbernen Anstecknadel des Franziskanerklosters Werl für ihre 25. Fußwallfahrt ausgezeichnet; eine Pilgerin und ein Pilger der ersten Stunde, die sich neben ihrer Treue besonderes auch durch ihr Engagement für die Fußwallfahrt auszeichnen.
Mit der Heimreise um 14.00 Uhr fand die nunmehr 25igste Fußwallfahrt ebenso ihren Abschluss wie das gesamte Jubiläum der Fußwallfahrt, dass mit der Einsegnung des Bildstockes auf dem Silberg am 29. Juni eindrucksvoll begonnen hatte.
Der Dank gilt allen, die mitgewirkt haben.