Eine der ältesten Kirchen im Hochsauerlandkreis ist die romanische Pfarrkirche St. Cyriakus, Berghausen (bei Schmallenberg). Die kleine Kreuzbasilika – etwa 1220 erbaut – ist weit über die heimische Region bekannt.
Gerühmt ist die kleine Kirche wegen ihres klaren Baustils, besonders aber wegen der Ausmalung der Kirche, die zu einem guten Teil aus der Zeit der Entstehung der Kirche stammt. Einzigartig ist die Ausmalung der Apsis mit verschiedenen biblischen, hagiographischen und weltlichen Motiven, beherrscht von der Gestalt Christi als Pantokrator im oberen Teil der Apsis.
Der Gesamteindruck des romanischen Kirchenbaus ist nach einer umfangreichen Restaurierung in den Jahren 1959/62 noch stärker hervorgetreten. Von der einstmals barocken Ausstattung sind einige Stücke wie die Skulptur des guten Hirten und die eine Hälfte einer Doppelmadonna in der Kirche verblieben.
Kostbarkeiten sind ebenso das Altarkreuz aus gotischer Zeit und die Kreuzigungsgruppe (im Turm), möglicherweise eine Arbeit des Meisters Düringer. Das Bild des Kirchenpatrons, des Hl. Diakons Cyriakus, findet sich auf dem Altar in der rechten Seitenapsis.
Eine Besonderheit findet sich im Chorraum, der auf der rechten Seite einen kleinen Fensterdurchbruch aufweist. Heute der Platz für das ewige Licht fand sich hier vielleicht in früheren Zeiten eine Totenleuchte. Andere Deutungen sprechen von einer Öffnung, durch die in Pestzeiten den Kranken, die von der Teilnahme am gemeinsamen Gottesdienst ausgeschlossen werden mussten, die Hl. Kommunion gereicht werden konnte.
Wer sich die Zeit nimmt, die Bedeutung dieses Raumes zu erschließen, an einem sonnigen Vormittag in einer Kirchenbank Platz nimmt, um die altehrwürdige Kirche zu betrachten, kann wohl etwas von der Absicht der Erbauer erspüren, die in Anlehnung an die 0ffenbarung des Johannes (22,1 ff.) in diesem Hause Gottes vielleicht die „Pforte des Himmels“ schaffen wollten.