Geschichte der Pfarrei und der Pfarrkirche St. Hubertus, Dorlar
Die heutige Pfarrei Dorlar geht zurück auf die frühere Pfarrei Ilpe, deren Kirche St. Cyriakus bereits im 14. Jahrhundert im 'Liber Valoris', dem spätmittelalterlichen Güterverzeichnis des Bistums Köln, aufgeführt ist. Das Patronat der Ilper Pfarrei wurde 1366 an die Grafen von Arnsberg verkauft.
Dieser Ort Dorlar wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt, ist jedoch älter und war schon um 1150 Kapellenstandort. 1358 wurde die Kapelle erstmals vergrößert, gleichzeitig dem Hl. Hubertus geweiht und mit Tauf- und Begräbnisrecht ausgestattet. Ab 1467 wurde in Dorlar von Ilpe aus regelmäßig Gottesdienst gehalten und im folgenden Jahr eine Vikarie gestiftet. Die Dorlarer Kapelle entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer Wallfahrtskirche, in der die 'Schmerzhafte Gottesmutter' (Pieta) verehrt wurde. Letztlich durch die Wallfahrten gewann der Ort zunehmend an Bedeutung und die Bevölkerung wuchs stark an. 1587 schließlich wurde die Pfarrei von Ilpe nach Dorlar verlegt, mit der Vikarie vereinigt und die Wallfahrtskirche zur Pfarrkirche erhoben.
Die St.-Hubertus-Pfarrkirche wurde in den folgenden Jahrhunderten wiederholt erweitert. Der heutige Bau im neuromanischen Stil wurde 1913 errichtet, wobei der Turm und Teile des Seitenschiffs aus dem Vorgängerbau erhalten blieben und integriert wurden. Die letzte grundlegende Renovierung der Kirche erfolgte im Zeitraum 1998 - 2005. Neben einer umfassenden Außensanierung wurde das Kircheninnere generalüberholt und den liturgischen Ansprüchen angepasst. Besondere Kostbarkeiten sind die spätgotische Pieta von 1475 sowie der über 1000-jährige Taufstein aus der ehemaligen Kirche in Kirchilpe.
Das Gebiet der Kirchengemeinde umfasst die Kapellengemeinden Kirchilpe, Menkhausen, Grimminghausen, Twismecke, Nierentrop und Berghof.