15.07.2011
Zu einer langsamen Walflahrt brachen 31 Leute aus dem Pastoralverbund auf. Die Firmbewerber hatten eingeladen!
Besondere Menschen machten sich am Nachmittag auf den Weg nach Werl. Mit drei verschiedenen - auch rollstuhlgerechten - Bullis ging es los. Alle Gemeinden des Pasotralverbundes waren vertreten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren aufgebrochen. Einige fuhren mit mulmigen Gefühlen: alle bewegten sich auf ungewohntem Boden. Bei manchen war es Unsicherheit, kann ich mit einem besonderen
Jugendlichen umgehen? Was muss ich machen? Bei den Eltern stand auch die
Frage an, wie klappt alles, kann mein Sohn das lange Sitzen und
Busfahren aushalten? Völlig unterschiedliche Welten kamen zusammen.
Eine gemeinsame Wallfahrt mit behinderten Kindern und Jugendlichen stand auf dem Programm. Beteiligt waren Firmbewerber, einige Firmmitarbeiter, drei tolle Bulli- und Busfahrer. Beim abschließenden Pizzaessen und auf der Rückfahrt kam mit viel Nachdenklichkeit von den Jugendlichen und den Firmmitarbeitern immer wieder der Gedanke: ich wußte das gar nicht, wie viele Barrieren es doch gibt! Und wie haben die sich gefreut! Ich glaube, ich habe keinen Grund mehr zu jammern. Laufen können, ist ja wirklich etwas Besonderes. Immer auch der Satz, schade, dass viele andere Firmbewerber heut nicht dabei sind.
Alle Firmbewerber im Pastoralverbund hatten mit viel Einsatz beim Waffel- und Kuchenverkauf, Trödelmarkt, Helfen bei einer Fete und vielem mehr Geld für diese Wallfahrt verdient. Davon ist noch einiges übrig geblieben. Mit dem weiteren Geld werden die Jugendlichen das Kinder- und Jugendhospiz Baltasar in Olpe und das Babyhopital in Betlehem unterstützen.
Im Rahmen der Firmvorbereitung, galt es dem Glauben Hand und Fuß zu geben. Spürbar wurde, es müssen andere Wege gesucht werden. Über den Kreuzwegplatz ging es durch die rollstuhlgerechte Tür durch die Basilika auf den Vorplatz. Dort erklangen die Glocken. Mit einer kleinen Prozession angeführt von Pater Ralf zogen wir vor das Marienbild "Maria Trösterin der Betrübten" . In Gebet und Stille wurden Bitte und Dank hierher bebracht. Später ging es durch die Gänge des Klosters zur Jugendkirche. Den einen kamen die Erinnerungen an unsere Jugendkirche, anderen gingen die Augen auf, wie lebendig Jugendliche Kirche gestalten können, wenn sie sich einbringen. Anderen war es doch sehr ungewohnt oder auch niocht möglich auf den Höckerchen zu sitzen, aber es fand sich für alles ein Weg!![]()
Der Wunsch, dass diese Art Veranstaltung keine Eintagsfliege sein möge, wurde immer wieder geäußert. Vor allem die Firmmitarbeiter haben ihn sehr deutlich aufgenommen!
Das Wort DANKE wurde sich gegenseitig zugesprochen!!
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